rosa und goldfarbenes Karussell

das negative Gedankenkarussell – über Selbstzweifel und das ständige Vergleichen

Vielleicht kennst du es ja auch –  dieses kleine, fiese, negative Gedankenkarussell, das langsam losfährt, immer mehr Runden dreht und am Ende nur noch schwer zu bremsen ist. Jedes Karussell hat seine eigenen Gedanken und ist ganz individuell. Heute wird es hier persönlich und ich zeige dir mein Karussell und wie ich versuche, dass es gar nicht erst an Fahrt aufnimmt! Vielleicht hilft es ja auch dir, deine negativen Gedanken zu bremsen!

Also, alle einsteigen, es geht los:

Neue Produkte müssen in den Shop, am liebsten möchte ich das Rad neu erfinden. Aber wird das ankommen? Selbstzweifel unterdrücken. Neue Sachen ausprobieren, online stellen. Das Produkt kommt nicht an? Mist. Die Selbstzweifel werden lauter, aber nützt nichts, weiter machen, immer wieder neu probieren, bloß nicht stehen bleiben. Schublade auf, alle Zweifel rein, Schublade zu. Energie und Kreativität gehen langsam flöten. Aber das geht nicht, keine Zeit dafür, neue Ideen müssen her. Zwischenzeitlich sich mal wieder bei Instagram mit den anderen vergleichen, bei denen klappt es doch so gut. Und überhaupt, das alles gibt es doch schon und andere machen es eh besser. Also wieder von vorne, Schublade auf… 

Ein echter Teufelskreis. 

Ganz ehrlich, ja, das sind manchmal, gar nicht zu selten, auch meine Gedanken. Und vielleicht ja auch deine. Sie sind nicht täglich da, aber ab und zu kommen sie, schleichen sich langsam an und es braucht einiges an Energie, sie wieder zu verscheuchen.

Jeder kennt sie, die Selbstzweifel..

Zwei der Punkte aus dem Abschnitt machen es mir manchmal besonders schwer. Zum einen die Selbstzweifel. Glaub mir, mit denen bist du nicht allein. Jeder kennt sie (egal, ob selbstständig oder nicht). Sie können sehr beharrlich sein, in den unterschiedlichsten Formen auftreten und sind absolute Energiefresser. Hier mal ein paar Beispiele, die du bestimmt kennst:

  • Bin ich überhaupt gut genug?
  • Was, wenn es nicht klappt? 
  • Was wird wohl XY darüber denken? 
  • Andere sind doch viel besser darin…

Gedanken, die vielen Menschen nicht ganz fremd sind. Und es ist auch ganz normal, dass sie immer mal wieder vorbei schauen und an unsere Tür klopfen. Wie also mit ihnen umgehen? Da hat wohl jeder so seinen eigenen Weg. Ich persönlich versuche tatsächlich die Gedanken bildlich „in eine Schublade zu stopfen“ und ihnen gar nicht erst meine Aufmerksamkeit zu schenken. Die Betonung liegt auf versuchen, denn einfach ist es nicht. Es ist immer ein kleiner Kampf, aber es wird leichter. Letzten Endes gibt es da nicht den einen, richtigen Weg. Das Wichtigste ist nur, dass du dich nicht komplett von den Zweifeln benebeln lässt, denn dann brauchst du wirklich einiges an Energie, um wieder aus dem Sog heraus zu kommen.

rosa Kommode mit offener Schublade für negative Gedanken
Stopfe deine negativen Gedanken in eine Schublade!

„Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit

(S. Kierkegaard)

Dann ist da noch das ständige Vergleichen mit anderen. „XY kann das eh besser, macht das gleiche, hat mehr Reichweite“… eine never ending story! Gerade bei Social Media Plattformen wie Instagram fällt es mir besonders auf. Es ist viel Arbeit, Inhalte für diese Plattformen zu produzieren. Wenn die Bilder dann wiederum kaum gesehen werden oder nur wenige Likes bekommen, ja, dann fängt man schnell an sich mit anderen zu vergleichen und sich automatisch kleiner zu machen, als man eigentlich ist. Eine echte Falle. Ich habe auch hier keinen „Mastertipp“ für dich, aber so gehe ich mit dem Thema „vergleichen“ um:

In erster Linie versuche ich, andere Künstler nicht als Konkurrenz zu sehen, sondern eher als Kollegen. Das bedeutet nicht, dass man alle seine „Betriebsgeheimnisse“ teilen muss, aber es ist genug Platz für alle da und sich untereinander zu helfen ist viel schöner als ein ständiger Konkurrenzkampf. 

Wenn ich z.B. Inspiration für Bilder oder Papeterien suche, dann schaue ich mir nicht gezielt Arbeiten von anderen Künstlern an, das hemmt meine Kreativität eher. Ich versuche rauszugehen, schaue mir Magazine an oder oder oder. 

Sollte das „Vergleichen“ doch wieder stärker werden, dann versuche ich ein bisschen Abstand von Instagram zu nehmen. Einfach mal rausgehen, mit lieben Freunden quatschen, einfach ein bisschen den Kopf frei bekommen. Das hilft oft schon sehr. 

Was das Thema Social Media und Vergleichen angeht, sind zwei Sachen noch ganz wichtig: 

  1. Jeder fängt auf einem anderen Level an. Es wird immer jemanden geben, zu dem du aufschaust, der vermeintlich besser ist als du, dessen Level du als unerreichbar ansiehst oder der mehr Erfolg hat als du. Aber bedenke immer: dieser jemand bist auch du für eine Person! Diese Person schaut zu dir auf und sieht dich als Inspiration. Ein schöner und motivierender Gedankengang, oder?
  1. Noch einmal zurück zu den Zahlen – wir alle kennen die Problematik des Algorithmus. Du gibst dir bei einem Bild besonders viel Mühe – es wird kaum gesehen. Du findest ein altes Bild in deinem Archiv – es bekommt die meiste Aufmerksamkeit. So ist es manchmal und man kann es auch nicht wirklich erklären. Versuche einfach, den Zahlen keine zu große Bedeutung zu geben. Ob Likes, Reichweite oder Followeranzahl – es bleiben Zahlen.
    Aber ja, auch ich schaue ab und an auf mein Profil und eine gewisse Aussagekraft steckt gewiss dahinter, aber versuche, deshalb nicht den Spaß daran zu verlieren! Und zu guter letzt: mehr Likes oder mehr Follower bedeuten nicht automatisch mehr Kunden oder Aufträge!

Negative Gedanken können dich ganz schön fesseln und hemmen deine Kreativität und Produktivität. Eine positive Grundeinstellung ist so wichtig! Und auch wenn es nicht immer einfach ist, solltest du versuchen, die negativen Gedanken (sollten sie denn mal aufkommen) gleich im Keim zu ersticken (oder stopfe sie wie ich in eine Schublade 🙂 ) 

Das war ein kleiner, persönlicher Einblick, wie mein „negatives Gedankenkarussell“ manchmal aussieht und wie ich damit umgehe. Hast du dich auch schon mal mit solchen Gedanken auseinander setzen müssen? Und wenn ja, wie gehst du damit um? Vielleicht hast du ja auch noch einen Tipp, schreibe ihn gern in die Kommentare!

Alles Liebe,

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